SierraXTC am 10.09.08 um 05:44 Uhr
 Tags: KDE, Linux, Ubuntu
| Die “Hassliebe” zu (K)Ubuntu ist so ausgeprägt, daß ich durchaus zu bequem bin, die Installationen von der Platte zu löschen. Immerhin kann man dadurch hin und wieder ein wenig mit Linux herum spielen und schauen, was sich so getan hat. |
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Bevor man aber höchst motiviert los legt, muß man sich erstmal fragen, warum (K)Ubuntu die Partitionen über ihre UUIDs per fstab einhängt. Wenn man, wie ich, ein wenig an den Partitionen herum spielt, sie in der Größe verändert, dann resultieren daraus auch neue UUIDs. Es betraf nicht die Systempartition von (K)Ubuntu, weswegen alles noch glimpflich ablief, aber Verständnis für kryptische UUIDs als Device-Namen in der /etc/fstab gegenüber den, im Gegensatz zu den UUIDs unveränderten Device-Nodes (wie z.B. /dev/sda3) hab ich irgendwie nicht erlangen können.
Als nächstes stehen dann die Updates vor der Tür. Es dürfte bezeichnend sein, daß Kubuntu noch in Version 7.10 installiert war. Updates einer Version sind ja recht unproblematisch und das klappt bei (K)Ubuntu genauso gut, wie bei nahezu jeder x-beliebigen anderen Distrubution. Etwas überrascht war ich jedoch, nach dem der neueste Kernel installiert war: grub hat die neuen Einträge nicht die bestehende Konfiguration angehangen, sondern diese überschrieben.
Wohl ein kleiner Fehler im Detail, der aber durchaus nervtötend sein kann, wenn man erstmal seine ganzen Betriebssysteme und lauffähigen Kernel-Versionen nachtragen darf. Glücklicherweise flog noch eine vi-BackUp-Datei in /boot/grub herum.
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Das dist-upgrade auf “Hardy Heron” – was ja quasi auch schon nahezu obsolet ist – gestaltete sich ebenfalls völlig unproblematisch. Diesmal hing grub die neuen Kernel-Versionen auch an die bestehende menu.lst. Da ich in der Vergangenheit, insbesondere mit Kubuntu andere Erfahrungen bei Updates gemacht hab kann man dazu nur sagen:
Wenn man sich schon den Spaß gönnt, dann kann man wenigstens auch das System richtig kaputt frickeln, also nach den Backports für KDE4 gesucht, gefunden, eingetragen und parallel zu KDE3 installiert. Damit einhergehend konnte man quasi das nächste Erfolgserlebnis verbuchen, auch hier klappte alles reibungslos. Zumindest bis dahin …
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Man merkt KDE4 definitiv immernoch an, daß es nach wie vor in einer relativ frühen Entwicklungsphase steckt (wohlgemerkt mit Release 4.1). Die Installation von Widgets klappte mal gar nicht, das Einbinden von neuen Plasma-Themes ist verbunden mit dem Editieren von RC-Dateien in den Tiefen des ~/.kde Ordners. Das wiederfinden von Header-Files zum Kompilieren ist bei KDE4 auch nicht ganz trivial – und wenn man es dann doch endlich geschafft hat eine extra für KDE4 ausgelegte Window-Deco zu kompilieren und installieren, dann steht sie trotzdem nicht zur Verfügung |
Darüber hinaus gibt es noch mehrere Baustellen, die ich eher auf Kubuntu denn auf KDE zurück führe. So unter anderem die fehlende Funktionalität der Funktionstasten für die Lautstärke, wohin gegen z.B. die Display-Helligkeit darüber gesteuert werden kann. Oder der nach wie vor grottige Konfigurationsdialog im OSX-”Stil“. Damit gewinnt Kubuntu wirklich keinen Blumentopf, denn ich mag KDE nicht, weil ich es “simpel” will. Gerade die hohe Konfigurierbarkeit ist doch eine der Stärken von KDE, warum muß man diese dann beschneiden? *seufz*
Es hat mir zumindest einen ersten Einblick in KDE4 gegeben, aber so recht verspüre ich keine Motivation mir mal KDE4 optisch ansprechend einzurichten und vielleicht ein paar Tage länger mal (K)Ubuntu zu nutzen. Ärgerlicherweise liegt diese dahinvegetierende Installation auf einer gerade einmal 8GB großen Partition, die eigentlich nur existiert, um daraus bequemer andere Dinge zu installieren *seufz*
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Zum Schluß jedoch noch ein Wort über ein Tool, was mich doch sehr stört unter Kubuntu: KNetworkManager ist ansich ‘ne feine Sache: Erkennt automatisch kabellose und kabelgebundene Netzwerke, verbindet sich auf Anfrage, bezieht per DHCP eine IP Adresse .. nur wenn man die Netzwerkschnittstellen manuell konfigurieren möchte, dann versagt das Tool: Im manuellen Modus gibt es nämlich über WEP hinaus keinen Verschlüsselungsmodus, obwohl das Tool sich im automatischen Modus per WPA2 TKIP/AES nach Eingabe des Keys verbindet.
SierraXTC am 06.12.07 um 05:52 Uhr
 Tags: KDE, Linux, X-ServerEs kann also wer sich berufen fühlt dieses Stöckchen aufnehmen.
Dann greif ich doch gerne mal zu, werter Herr Bürgermeister.
Denn es geht um ein Thema, was ich durchaus recht interessant finde – nämlich ob, und wenn ja, wie man sich die virtuellen Arbeitsflächen des X-Servers bei der täglichen Arbeit zu Nutze macht.
Ich würde so gern diszipliniert mit virtuellen Desktops arbeiten können, kriege aber kein Konzept rein. Wie wäre es denn mal mit einem Blog-Meme “wie benutzt Du Deine virtuellen Desktops”?
Mittlerweile hab ich mich an die virtuellen Desktops richtig gewöhnt – so sehr, das keine Windows®-Installation mehr ohne Dexpot auskommt um auch dort in den Genuß des bequemen Arbeitens zu kommen.
Unter KDE nutze ich sechs virtuelle Arbeitsflächen:
- 1. Desktop hält die Browser, neben meinem Standard-Browser Opera eben mindestens noch Firefox für den Schnickschnack, der mit Opera unter Linux nicht so recht will.
- 2. Desktop wird von X-Chat für’s IRC genutzt.
- 3. Desktop zeigt meinen PIM Kontact für Mails, Kontakte, Termine und RSS-Feeds.
- 4. Desktop ist eigentlich für alle anderen Chat-/Messanger-Fenster, die von Pidgin aufpoppen.
- 5. Desktop darf amaroK für sich beanspruchen.
- 6. Desktop gibt den Blick auf gKrellm, diverse (XFce-)Terminals und Superkaramba frei
Prinzipiell bekommen die meisten – relevanten – Anwendungen ‘n eigenen Desktop, alles an oben genannten Anwendungen hinaus verteilt sich dann auf den sechs Oberflächen, genauso wie unzähliche Terminals, wovon sich nach mehreren Stunden am Rechnern auf jedem Desktop mehr als zwei/drei befinden.
Ich empfinde es eben als deutlich bequemer, wenn ich die Anwendungen dann direkt über die Tastenkombination der Oberfläche anwählen kann, statt mich erst durch diverse ALT+TABs zu quälen. Bis ich die Finger vom Keyboard zur Mouse bewegt hab, hab ich in aller Regel schon längst die gesuchte Anwendung wieder im Vordergrund über die Tastenkürzel.
Wenn Compiz auch mal in einem Status ist, wo es stabil ist, dann finde ich solche Features, wie das Exposé-ähnliche “scale” in der Verbindung auch sehr angenehm.
Wer mag, kann sich gerne auch hier berufen fühlen, das Stöckchen aufzugreifen – vielleicht hat ja jemand von commanderx, Tormentor, Marc oder Manuel Lust
SierraXTC am 29.09.07 um 21:53 Uhr
 Tags: Gentoo, GTK, KDEBekanntermaßen bin ich kein Freund von GTK-Anwendungen – nicht, weil sie schlecht wären. Nein, ich nutze ja aus Überzeugung Pidgin oder X-Chat, um nur zwei zu nennen. Auch kann ich gut mit XFce leben. Lediglich die Optik mißfällt mir.
Sehr sogar. Ebenso mißfällt mir, daß die Schriftarten von GTK-Anwendungen generell zu groß sind. Ob man nun einen WindowManager wie fluxbox oder ein DesktopEnvironment wie KDE nutzt. Dieser Zustand hält eigentlich seit Jahren schon an – erstaunlich, das ich mich kaum damit beschäftigt habe, wie man GTK-Anwendungen ansprechend darstellen kann.
Mir ist durchaus bekannt, das es einige Möglichkeiten geben soll um das Aussehen von GTK-Anwendungen zu konfigurieren – jedoch bin ich gerade wenn es um die Konfiguration von Schriftarten/-größen geht sehr schreibfaul: Da möchte ich klicken. Bei Kubuntu war/oder ist ein Tool in der unmöglichen Systemkonfiguration gewesen, womit man das Aussehen von GTK-Anwendungen verändern konnte. Unter Gentoo hatte ich nach solch einem Tool noch nie gesucht. 
Dabei wäre das alles ganz einfach gewesen: Ein kurzer Blick ins gentoo-wiki konnte mir weiterhelfen. Dort wird einfach beschrieben, wie man es schafft, daß GTK Anwendungen wie QT-Anwendungen aussehen. Ich habe mich für den Weg über die GTK-Qt-Engine entschieden. Mit Hilfe dieser Engine, die man per emerge x11-themes/gtk-engines-qt bekommt, wird für die Darstellung von GTK Programmen die QT-Engine genutzt. Dieses Theme kann man dann ganz komfortabel mit gtk-chtheme – einem Theme-Switcher für GTK-Themes – aktivieren. Der Theme-Switcher hilft auch, die überdimensionierten GTK-Fonts auf ein “Normalmaß” anzupassen.
Um es nur mal zu erwähnen: Die Sans-Schrift in GTK-Anwendung mit einer Schriftgröße von 9 (was eigentlich? Pixel?) entspricht in QT-Anwendungen einer Sans-Schriftgröße von 10.
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Somit hab ich nun auch mehr Übersicht in den Verzeichnis-Bäumen, wie z.B. der Projekt-Übersicht in eclipse. Auch wenn ich jetzt schon wieder das Gestöhne der GTK-Liebhaber höre.
Das ist aber nun wirklich eine reine Geschmacks-Frage*
* abgsehn davon, daß KDE sowieso besser ist
Und ja(!) das Projekt heißt wirklich “MyFirstJavaApp“ 
SierraXTC am 23.06.07 um 19:49 Uhr
 Tags: Gentoo, KDE, Laptop, Linux.. soweit, so gut: Linux ist nun in Form von Gentoo auf meinem Acer Aspire 5633 WMLi. Wie angedeutet gibt es noch einige Baustellen, aber das System ist nun zumindest im Großen und Ganzen schon ordentlich zu benutzen. Nicht überraschend dürfte sein, daß ich mich auch für KDE als Desktop-Umgebung entschieden hab.
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Auch hier wieder die von mir sehr beliebten Dekorationen in Form von:
Am Bootsplash muß ich aber noch etwas basteln, da die GeForce Go scheinbar keine Framebuffer-Auflösung von 1280×800 schafft und ich mich so mit gestreckten 1024×768 in der Konsole zufrieden geben muß. Dadurch wirkt der Bootsplash arg gedrungen. Ansonsten scheinen die Sensoren (lm_sensors) soweit auch zu funktionieren. Wird in der Systray als auch in gKrellm angezeigt.
Ungetest ist bisher, in wieweit Power-Management funktioniert und ob Suspend funktioniert. W-LAN läuft bekanntermaßen, der Bootsplash verdeckt immerhin die Fehlermeldung des ipw3945d, letzten Endes aber verbindet sich der W-LAN Chip mit dem Router. Jedoch gibt es – zumindest laut knemo – öfter mal kurzzeitige Verbindungsabbrüche. Das ist etwas suboptimal.
SierraXTC am 05.04.07 um 08:49 Uhr
 Tags: KDE, Linux, SoftwareGestern Abend hab ich mir mal ein wenig Zeit zum stöbern auf KDE-Apps.org genommen. Ohne dabei gezielt zu suchen bin ich über verschiedene Netzwerk-Monitore gestolpert, die den Status der Verbindung anzeigen und die übertragenen Bytes, sowie je nach Netzwerk-Verbindung natürlich auch noch mehr Informationen liefern. Oftmals pappt man sich solche Status-Anzeigen in einen System-Monitor wie GKrellM oder mittels Widgets direkt auf den Desktop. Die werden dann natürlich durch die geöffneten Anwendungen verdeckt. Abhilfe schaffen kleine Tray-Icons, wie man sie für die Netzwerkverbindung z.B. von Windows® her kennt. Eine Lösung dafür stellt Knemo dar.
KNemo displays for every network interface an icon in the systray. Tooltips and an info dialog provide further information about the interface. Passive popups inform about interface changes. A traffic plotter is also integrated.
| Knemo ist ein System-Dienst, der automatisch beim Start von KDE gestartet wird – sofern als solches auch konfiguriert. Im Konfigurationsdialog legt man die zu überwachenden |
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Schnittstellen an und wählt für diese das Systray-Icon für die Verbindung aus. Welche Informationen im ToolTip-Fenster (siehe oben) angezeigt werden sollen kann man ebenfalls explizit im Dialog auswählen. Jedoch gelten die Einstellungen generell für alle Schnittstellen. Weiterhin besteht noch die Option den Datenplotter – ein kleines Fenster, welches grafisch den Netzwerk-Traffic anzeigt – farblich zu gestalten und einige Events mit Klängen zu unterlegen.

Weiterhin bringt Knemo noch einen Traffic-Logger mit, der für jede Schnittstelle den Datentransfer sammelt und aufaddiert. Im Dialog zur Schnittstelle werden diese Daten entsprechend aufbereitet für die aktuelle Verbindung, bzw für Tages-, Monats- und Jahresstatistiken. Für eine LAN-Verbindung vielleicht nicht unbedingt so spannend, aber für Dial-Up-Verbindungen sicherlich ein interessantes Feature.
Was man bei solchen Projekten vielleicht auch noch dazu sagen sollte: Knemo läuft absolut stabil. Und, was ich halt so schön an Gentoo finde, das Paket findet man im Portage-Tree. Für Kubuntu finden sich auch fertige Pakete.

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