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A-Team,
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KulturVor einigen Jahren wurden vier Männer einer militärischen Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten. Sie brachen aus dem Gefängnis aus und tauchten in Los Angeles unter. Seitdem werden sie von der Militärpolizei gejagt, aber sie helfen anderen, die in Not sind. Sie wollen nicht so ganz ernst genommen werden, aber ihre Gegner müssen sie ernst nehmen. Also wenn Sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, suchen Sie doch das A-Team!“
Ja, das A-Team gehört zweifellos zu den größten Helden meiner Jugend. Und ja, ich schaue Episoden auch 20 Jahre später noch immer sehr gerne. Das A-Team gehört zum “Trash“(?)-TV der 80er, wie natürlich auch Knight Rider. Ein paar abgehalfterte Männer, die für das Gute kämpfen, die Story schlechthin.

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Natürlich verliefen im Wesentlichen die Episoden nach einem immer wiederkehrenden Schema, aber es war – nein, ist – gute Unterhaltung. Etwas Action, etwas – nun ja – Wortwitz, etwas wenig geistreich, aber immer zumindest irgendwo moralisch richtig. Und: Immer ohne Tote. Das Phänomen der Serie schlechthin: Kugelhagel und harte Fäuste ohne Ende, aber höchstens Verletzte und keine Tote. Ein geradezu wichtiger Aspekt.
Und dann also sowas: A-Team – der Film. Logisch, ohne Original-Darsteller. Aber was sollte das? Irgendwie hatte ich in Erinnerung, das der Film quasi vor der Serie spielen soll. So mehr oder weniger. Eher weniger, oder?
B.A. bricht Pike das Genick? Tote? Beim A-Team? Zur Selbstfindung? Öhm ja. Das A-Team mit extremer technischer Ausrüstung? Das Team, was sich seine “Waffen” MacGyver-mäßig aus alten Schrottbeständen zusammengebastelt hat? Face als Kopf zwischen Genie und Wahnsinn?
Nett ist ja, das zumindest die “Grundstory” irgendwie aufgegriffen wurde. Absolut unnötig die Story in den Jahrtausend-Wechsel zu adaptieren. Wieso? Gut, man mag ja denjenigen schlüssige, spannende Unterhaltung bieten zu wollen, die zu Zeiten der Original-Serie noch in die Windeln gepupst haben. Aber für Retro-Fans einfach nur schlecht gemacht.
Jaja, es ist “nur” ein Film – aber es war auch die Demontage des “Alpha-Teams“. Von der Besetzung, bzw. den gezeichneten Charakteren gingen Hannibal und B.A. noch einigermaßen. Murdock war absolut schwach und Face bewegte sich zwischen Genie und Wahnsinn. In einigen Szenen war er von dem Gemütszustand nicht von Murdock zu unterscheiden und dann macht grade er den Plan für’s Finale? Ja nee, ist klar …
Keins der A-Team Mitglieder war nur ansatzweise auf die Originale-Figur gezeichnet: Gähn, paar Flugmanöver von Murdock, Verwandlunsgfähigkeit bei John Smith (warum heißt der wohl so?) – Fehlanzeige. Harte Fäuste, großes Herz bei B.A. das haben die Autoren beim Vorbild wohl nicht sehen können. Und die gewisse Hochstaplerei von Face wurd’ maximal in Nuancen sichtbar.
Na gut, das mit den Figuren war wohl nix – aber immerhin haben sie den Van ins Spiel gebracht. Aber bitte, wie? Da wurde ein Kernelement der – zur Erinnerung “später spielenden” – Serie gleich zu Beginn mal komplett zerlegt? Hä? OK, vernachlässigbare Kleinigkeiten. Immerhin wurde der Film zum Kuriositätenkabinett. Hatte ich schon bei Golden Eye Tränen gelacht, als James Bond in die Cessna gespungen ist, setzte der Film mit dem abstürzenden Panzer aus dem Flugzeug allem bisher – von mir – gesehenen die Krone auf. Jaja, es ist ‘n Action-Film zur Unterhaltung, jaja, auch ich pfeiff auf physikalische Gesetzmäßigkeiten wenn die Unterhaltung stimmt, aber sowas? Wenn’s nicht ‘n A-Team Film gewesen wäre, hätt’ ich mich schlapp gelacht.
Kurzum: Die besten Szenen des Films fanden sich im Abspann als Face Dirk Benedikt und Murdock Dwight Schulz “begegnet “. Alles in allem war das ‘ne ausgesprochen flache Unterhaltung, die man sich sicher auch (ein)mal anschauen kann – wenn das Thema des Films nicht eine US-Kultserie referenzieren würde.
Natürlich war die Serie kein Deut besser: Diverse Flugzeug-Abstürze, die fernab jedem Realismus waren. Explosionen und kugelsichere Verstecke hinter Holz – jaja sei’s drum. Aber zumindest war die Serie in weiten Teilen zumindest im Rahmen ihrer Handlung und der Figuren konsistent. Glücklicherweise läuft die Serie immernoch – wenngleich auf dem wohl unansehnlichsten Sender des deutschen TV – ich hätte wohl den Film erst sehen sollen, um mich dann mit einer der guten, alten Episoden wieder ruhig stellen zu können.
“Tiefenpsychologisch” sind es einfach liebenswerte Typen, dieses A-Team. Und das lass ich mir auch durch keinen Film kaputt machen.