Helden meiner Jugend (II)
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Tags: Kultur, Musik, Über mich| Aktueller denn je ist Axl Rose wieder im Medieninteresse. Mit “Chinese Democracy” liegt nun das sechste Studio-Album von Guns’n'Roses vor.
Gut, von den Guns’n'Roses, die sich Helden meiner Jugend nennen dürfen, ist nur noch besagter Axl Rose dabei – und, wenn man so möchte, Dizzy Reed vielleicht noch. Verständlicherweise haben Duff, Slash und Matt Sorum bekanntlich nach “Spaghetti Also, was darf man nun von dem neuen Album denn so erwarten? |
Eine 13-Millionen-Dollar-Produktion, über 12 Jahre Arbeit – ein Rockalbum, das zum Mythos wurde, ohne veröffentlicht zu sein. Was steckt dahinter?
Die nackten Zahlen würden eine hohe Erwartung rechtfertigen. Mittlerweile sind aber nicht nur 12 Jahre ins Land gezogen, sondern schon rund 14 Jahre seit der letzten Single-Auskopplung von der “Use your illusion II“. Dank der Tatsache, daß ich die “Spaghetti Incident” ebenfalls verschmäht habe und nun um ein paar Jahre gealtert bin ist die Erwartungshaltung an das neue Werk eher gering gewesen. Zumal es für’n alten Fan irgendwie auch eher wie ein Axl Rose-Soloprojekt scheint. Aber: Wer nichts erwartet, der kann nicht enttäuscht werden.
(..) “das schlimmste aller Guns-N’-Roses-Alben und die jämmerlichste CD des Jahres, die in ihrer Grauenhaftigkeit auch die Legende einer Rockband zerstört; ein gruseliger Mischmasch aus popeligem Gitarrenrock und hoffnungslos veralteten Drumcomputer- und Elektrospielereien“. Weiter hieß es, die 14 Titel „könnten unterirdischer nicht sein” (..)
Ich find es definitiv nicht so schlimm, im Gegenteil: Ich bin sogar sehr angetan von der Scheibe. Klar, das ist kein Deathmetal, der einem die Schuhe auszieht und auch die Gunners sind nun mal musikalisch seit der “Use your illusion” Mainstream gewesen. Aber guter Mainstream – und das ist “Chinese Democracy” allemal auch. Neben Britney Spears, Bushido und Michael Hirte ist allemal Platz für Hardrock.
Im Prinzip bekommt man Guns’n'Roses ohne großartige Experimente. Das Axl Rose nie ein Kind von Traurigkeit war, was den Umfang seines Auftritts betraf zeigt auch das bombastische Arrangement auf dem Album. Nicht kleckern, klotzen heißt da die Devise – die 13 Millionen $ kommen ja nicht von ungefähr. Absolute Anspieltipps sind z.B. “Better” oder “Catcher In The Rye“.






