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An einem Tag im August setzte ich spontan die fixe Idee im Kopf in die Tat um: Eine Bestellung im Apple-Store UK wurde in Auftrag gegeben. Lange drei Wochen blieben mir – laut Apple-Vorhersage – um gut zu überlegen, ob ich die Bestellung nicht vielleicht doch besser storniere. So dachte ich zumindest. Innerlich schon damit abgefunden, das mein neuestes Gadget genau während meines Urlaubs erst eintrudeln würde. |
Doch am 03. September bekam ich eine Mail von Borderlinx, das dort eine Lieferung für mich eingegangen sei. Borderlinx?
Borderlinx ist quasi ein “Postfach im Ausland” – durchaus seriös, da es eine Tochter des weltweit größten Logistikers DHL/Deutsche Post ist. Funktioniert so: Man meldet sich bei Borderlinx an, bekommt dann je eine Adresse in den USofA und in Groß-Britannien, an die man sich dann Waren aus Shops dieser Länder schicken lassen kann (z.B. Apple-Store oder Amazon). Von dort werden die Waren dann zur Lieferadresse nach Deutschland gegen Versandgebühren und Zoll geschickt. Die Logistik übernimmt – logischerweise – DHL/Deutsche Post.

Da es sich um einigermaßen teures Gadget für mich handelte, habe ich mich im Vorfeld ein wenig zu Borderlinx eingelesen und reichlich Erfahrungsberichte durchstöbert. Alles in allem spiegelten diese Berichte genau das wieder, was ich erlebt habe:
Die Adresse wurde zwar vom Online-Store nur mit “Nachdruck” angenommen, aber als Lieferadresse so akzeptiert. Die Bestellung wurde seitens des Shops nicht storniert und erfolgte an eben jene Auslandsadresse. Nach Eingang einer Zahlung (z.B. per PayPal oder Kreditkarte) wird das Paket dem Logistiker übergeben und erhält einen DHL-Tracking Code. Über diesen läßt sich über die internationale DHL-Seite das Paket verfolgen. Aus Groß-Britannien ist übrigens der Standard-Versand bei mir exakt genauso schnell gewesen wie ein Express-Versand, welcher übrigens preislich aber auch nicht teurer ist als der Standard-Versand.
| Was also musste ich mir denn unbedingt in einem ausländischen Apple-Store bestellen? Seit einiger Zeit ärgerte ich mich nun schon über den Akku und den Gesamtzustand meines Sony Ericsson w910i. Alles in allem mag man resümieren, das – wenngleich ich das w910i mochte – das Mobiltelefon leider nicht den Erwartungen entsprechen konnte. Also musste ein neues Gerät her. Und insbesondere bei solchen Ausgaben sollte man im Vorfeld zwei- oder vielleicht auch dreimal überlegen: Vor allem, ob es wirklich nötig ist. Mein Mobiltelefon war nahezu zeitlebens immer ein Gadget. Es sollte eben mehr sein, als ein einfaches Gerät zum telefonieren. |
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Seit dem iPod touch 2G habe ich schon öfter mit einem iPhone geliebäugelt. Was wäre es doch schön, wenn man auch unterwegs die unterhaltsamen, nützlichen oder total sinnlosen Apps nutzen könnte. Und letztlich fiel dann die Entscheidung durch die Antwort auf die Frage nach einer einfachen Synchronisation mit einem iMac zu Gunsten des iPhones.

Am 05. September also erhielt ich dann mein Apple iPhone 4 mit iOS 4.0.2 mit 16GB. Also exakt dem Speicherplatz, den mein iPod touch 2G hat. Gekostet hat das Gerät im Apple-Store £ 499,-, was in etwa knapp *seufz* € 600,- entspricht, je nach Tageskurs. Dafür ist das Gerät eben von Hause aus “unlocked” und für alle SIM-Karten zu gebrauchen. Zum Vergleich: Neupreis solcher “unlocked” Geräte in Deutschland liegt z.Zt. bei z.T. über € 1000,-.

Keine Frage, der Preis ist immernoch happig für ein Mobiltelefon. Im Vorfeld hab ich – wie gesagt – ohnehin ein paar Monate überlegt, nachdem ich meinen Vertrag bei O2 ohne neues Gerät verlängert habe. Letzten Endes wollte aber eben mein Sony Ericsson w910i nicht mehr. Der Akku hält – trotz Einschränkung auf GPS-Netze – nur noch vielleicht zwei Tage und das Gerät hängt sich öfter auch mal auf. Die Bedienung, welche ich ja schon durch den iPod touch kennen lernen konnte, die Apps und letztlich die natürlich nette Kombination mit meinem iMac führten dann zu der Entscheidung in Richtung iPhone und nicht zu einem Android-Gerät.

Ganz entspannt hat dann auch das iPhone sich mit iTunes und allen iPod touch Einstellungen synchronisiert. Das Adressbuch hatte ich netterweise auch mal etwas auf Vordermann gebracht und im “Nu” war das iPhone auch einsatzbereit. Lediglich das übertragen der Musik dauerte, wie üblich per W-LAN und USB1.1 vom Server, einige Zeit. Eine – notwendige – Micro-SIM Karte hatte ich schon bei O2 geordert. Zur Zeit gibt es dort Multicards noch ohne extra Aufpreis, so dass in meinem iPhone nun eine neuen Micro-SIM steckt und im alten w910i eine neue normale SIM-Karte.
Einem “direkten” Vergleich habe ich das iPhone mit dem iPod touch nun nicht unterzogen, aber deutlich wird schon: iOS 4.0.2 4.1 macht auf dem 4er mehr Spaß. Lediglich ein Jailbreak, welcher ja mittlerweile anscheinend sogar legal ist, ist zur Zeit immernoch nicht möglich. Dazu fehlen mir an dieser Stelle z.B. “downgrade” Dateien, respektive ein direkter Jailbreak für das aktuelle iOS 4.1.
Im Gegensatz zum iPod touch umhüllt nun von Beginn an eine Silikon-Hülle das iPhone. Diese Dinger sind – mit meinen Erfahrungen mit dem iPod – absolut sinnvoll und werterhaltend. Vor allem, wenn man auch auf den Touchscreen eine Schutzfolie klebt.
Von der Optik empfinde ich das iPhone 4 schicker als den iPod touch, bzw. das iPhone 3G(S) mit dem abgerundeten Rücken. Aber, das ist reine Geschmackssache. Was nun die ominöse Sache mit dem Empfang betrifft, so kann ich dazu nur sagen, das ich diese Probleme nicht reproduzieren konnte, aber dem “Hören-Sagen” nach, entsteht das ja Problem durch die Überbrückung beider Antennen im Gerät, was vor allem Auftritt, wenn man keine Hülle benutzt. Was sich eben bei mir ausschließt. Jedoch ist der 3G-Empfang von O2 in meiner Butze eher durchwachsen, so dass ich auf 3G auch zunächst weitestgehend verzichten werde und 3G nur hin und wieder zum Surfen einschalte.
Da ich auch einen netten Abnehmer für meinen iPod touch gefunden habe, lindert dies das Loch, das mein neustes Gadget mir nunmehr in die Kasse reißt.