Tags: Konzert, Musik, NightwishLetzte Woche Mittwoch war es also so weit. Mein verlängertes Wochenende wurde mit einem Nightwish-Konzert eingeleitet. Für mich gings gegen viertel vor fünf von meiner Arbeit in Dortmund los. Ungünstigerweise konnte man ja schon letzte Woche über winterliche Temperaturen klagen, so daß die Wartezeit vor der Westfalenhalle gefühlt etwas schattig war. Einlaß war kurz vor 19 Uhr, wir standen etwa ab viertel nach fünf schon vor dem Eingang. Damit waren wir aber auch schon verhältnismäßig spät dran.
Nachdem wir endlich in die Halle konnten, erwartete uns die freudige Überraschung, daß das Konzert – nicht wir geplant in der kleinen Halle 2 – in der großen Westfalenhalle 1 statt fand. Die Menschenmassen waren jedoch noch recht überschaubar und ein Platz weit vorne war jedenfalls sicher. Wie beim Ärzte Konzert letztes Jahr zogs uns leicht schräg nach rechts vorne.

Um etwa halb acht startete dann auch das Rahmenprogramm um “Nightwish”, sprich die erste, der zwei Vorbands kam auf die Bühne. Die deutschsprachige Metal-Band “Krieger” machte den Auftakt. Die Performance war für eine Newcomer-Band auf jeden Fall gut, die Musik hingegen schien nicht den Geschmack von jedem “Emo” zu treffen. Irgendwie kam mir der Sound etwas bekannt vor, also wenig experimentell. Ich fand die 30 Minuten mit den “Kriegern” durchaus kurzweilig. Nach einer kurzen Umbaupause folgte mit “Pain” ein wohl bekannterer Act.
Im muß gestehen, Pain war mir vorher auch eher unbekannt – es scheint aber ein Projekt von Hypocrisy-Frontman Peter Tägtgren zu sein. Vom Stil her – eine Mischung aus Industrial, Dark Metal und wie ich finde durchaus Dark Wave Einflüssen – gefällt mir Pain nach dem ersten Eindruck gut. Das Vergnüngen war jedoch schon nach dreißig Minuten wieder vorrüber.
| Nun nahm also die Spannung zu – langsam wurde es Zeit für die Headliner. Aber die Spannung wandelte sich nahezu in ungeduldiges Warten, da die Umbaupause sich eine geschlagene halbe Stunde hinzog. Erst gegen viertel nach neun wurde es wieder dunkel in der Halle und das Intro ertönte. Endlich kamen Toumas Holopainen und Co. auf die Bühne. Mit entsprechenden Power Metal Klängen gings dann auch ordentlich zur Sache.
Vornehmlich wurden natürlich Titel des aktuellen Albums “Dark Passion Play” gespielt. Das Annette so Ihre Probleme mit den alten Nightwish-Songs haben würde, war durchaus klar. Doch die Performance bei den Titeln von der “Once“, wie auch bei “Wishmaster” oder “Dark Chest of wonders” war keineswegs schlecht. Annette wußte auch das Publikum zu animieren und sorgte für reichlich Unterhaltung nebenbei. Das Programm wurde zusätzlich durch den Einsatz von Pyrotechnik abgerundet. Wenngleich das Konzert bei weitem kein Vergleich zu der “End of an Era“-DVD darstellt, so war genügend Unterhaltung für Nightwish-Fans gesorgt. Insbesondere die Performance von “The Poet & the Pendulum” war wirklich spitze. Etwas enttäuschend war dagegen eine Spielzeit von knapp 75 Minuten plus 2 Zugaben. Wenn man sich aber vor Augen hält, daß die Band quasi bei Null |
SETLIST
|

wieder startet, da viele alte Stücke einfach wegfallen und man mit einem Album ein Programm spielen muß, war es noch ganz OK. Sollte sich Annette weiter bei Nightwish etablieren, dann dürften die zukünftigen Konzerte noch unterhaltsam werden. Zumindest ist noch Luft nach oben da – vor allem bei der Spielzeit. Alles in allem hat es mir aber gut gefallen und ich bin froh, daß ich den Mittwoch in Dortmund war.
Quelle Setlist und Konzertbericht & Photos vom 19.03.2008
P.S.: Für die geringe Anzahl und Qualität der Bilder muß ich mich entschuldigen – die meisten Bilder mit der Handy-Cam sind verwackelt. Aber hinter obigem Link sind mehr Eindrücke zu bewundern.


