SierraXTC am 29.01.10 um 08:10 Uhr

Die Jecken vom Ordnungsamt

Geschwafel

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Die Stadt ordnet erstmals für den kommenden Rosenmontag am 15. Februar ein Glasverbot in der Innenstadt an.

Quelle: wa-online.de

Schöne Idee – insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Scherbenmeer bei öffentlichen Veranstaltungen extrem gefährlich ist. Problem ist dabei nur: Selbst bei ihren umfangreichen Kontrollen wird es dieses Jahr in der Innenstadt sicherlich wieder genauso aussehen, wie alle Jahre zuvor. Der Masse dürfte nur schwer Herr zu werden sein.

Die Ursache liegt meiner bescheidenen Meinung nach eigentlich in der Abschaffung der Dosen. In meinen jungen Jahren gab es bei weitem nicht so viele Scherben bei öffentlichen Veranstaltungen wie heutzutage. Klar lag zwischen den, durchaus ebenfalls scharfkantigen Dosen, auch des öfteren eine Flasche rum, aber im Verhältnis dominierte Blech.

Wie man letztlich das saufende feiernde Völkchen davon abbringen möchte, die leeren Buddeln auf’n Bordstein zu pfeffern weiß ich nicht, aber die Idee eines Glasverbots bei gleichzeitigem Verkauf innerhalb dieser “Verbotszone” ist geradezu absurd.

Verkauft werden dürfen Getränke allerdings auch innerhalb der Zone in Glasflaschen

Quelle: wa-online.de

Besonders interessant ist, dass der WA hervorherbt:

Das Glas-Verbot ist übrigens keine Hammer Erfindung. In der Karnevalshochburg Köln wird es schon seit langer Zeit praktiziert

Quelle: wa-online.de

.. :gruebel:

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich kann mich in keiner Weise daran erinnern, dass ich in den letzten fünf Jahren von einem Glasverbot in Köln etwas mitbekommen habe. Zumal die Straßen an Karneval auch in Köln eher einem riesigen Altglascontainer glichen. Mag sein, dass es ein Verbot gibt, aber das wird dann anscheinend von einigen vielen Menschen auch nicht weiter beachtet. 8-O

Kölle Alaaf

P.S.: Nur noch zwei Wochen Party Smiley

SierraXTC am 19.01.10 um 08:37 Uhr

Don’t be evil

Geschwafel

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Fällig ist eine politische Debatte, an deren Ende neue internationale gesetzliche Regelungen stehen müssen.

Quelle: zeit.de

Ich stehe google auch durchaus kritisch gegenüber, man muss bekanntlich nicht alles toll finden, was die machen, aber nach internationalen gesetzlichen Regelungen zu rufen ist einfach nur absurd. Das ist in meinen Augen sowas von typisch “deutsch“, dieser enge Kleingeist – wenn einem irgendwas nicht passt, dann muss man erstmal alles regeln und Gesetze erlassen. Erinnert mich eher an einen Schrebergärtnerverein denn an einen sinnvollen Diskurs zu google.

Das führt einen geradewegs zu einem Blogartikel vom Wochenende, der sich mit der Kritik von Printmedien an google auseinander setzt. Während sich die Zeit, wie gehabt als “Holzmedium“, extrem paranoid gibt, sieht Andreas die ganze Sache zumindest für mich persönlich zu unkritisch. Denn

Es gibt im Moment keine Datenbank der Welt keinen Webdienst weltweit, in dem persönliche Informationen besser vor Missbrauch geschützt werden als bei Google.

empfinde ich doch als sehr gewagte These. Denn so vermeindlich transparent und “not evil” sich google nach außen zeigt – vor allem um besagtes Vertrauen überhaupt aufbauen zu können – so wenig kann man wirklich darüber erfahren, was in Moutain View tatsächlich mit den Informationen passiert. :shrug:

Wie überall liegt die Wahrheit möglicherweise irgendwo zwischen diesen Extremen …

SierraXTC am 02.10.09 um 07:25 Uhr

Scheiß Demokratie! Abschaffen! Sofort!

Geschwafel

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“Es wäre zu prüfen, ob Provider verpflichtet werden, sämtliche absolut unzulässigen ausländischen Angebote zu sperren, die durch ein rechtsstaatliches Verfahren von staatlichen Stellen auf einer entsprechenden Liste sind und gegen die direkte Maßnahmen im Ausland ohne Erfolg blieben.”

In Baden-Würtemberg ist bezüglich des Amoklaufs von Winnenden eine “Experten“-Kommission zu dem Schluß gekommen, daß ein Verbot von gewaltverherrlichende Computerspiele “durch Änderung des Strafgesetzbuches im Rahmen der verfassungsrechtlichen Schranken auszudehnen” sei. Gleichzeitig findet die “Experten“-Kommission, dass eine Ausweitung der Internetsperren für “absolut unzulässige” Inhalte infrage kommen sollte.

Ich frage mich, welche Menschen solchen sogenannten “Experten“-Kommissionen angehören? Offensichtlich sitzen in diesen Kommissionen ausschließlich Menschen, welche der demokratischen Staatsform gegenüber anscheinen ablehnend gegenüber stehen. Anders kann man diese offensichtlichen Forderungen, Bürgerrechte an allen möglichen Stellen zu beschneiden nicht interpretieren.

Glauben diese “Experten” wirklich, ernsthaft, mal tief in sich gehend, dass ein Stopp-Schild vor einer “gewaltverherrlichenden Internetseite” oder ein strafrechtliches Verbot von “Killerspielen” ( :wall: ) uns in eine bessere, neue Welt ohne extreme Gewalttaten von jugendlichen Einzeltätern führt? Aufwachen!

SierraXTC am 18.09.09 um 08:12 Uhr

“Internet fressen Seele auf”

Geschwafel

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Mag ja alles sein. Ich werde trotzdem das Gefühl nicht los, dass es natürlich etwas zu tun hat mit diesem ganzen Internet-Dreck, mit dem sich viele schon als Kinder voll stopfen: Gewalt-Pornos, Gewalt-Spiele, Gewalt-Filme, Gewalt-Musik.

Es ist so schön einfach: Es passiert etwas schreckliches und wir machen es uns so leicht wie es geht, in dem wir Dinge, die wir nicht verstehen einfach als Schuldige abstempeln. Erinnert mich persönlich irgendwie an das Mittelalter. Erschreckend, das offensichtlich viele Menschen seit jener Zeit im Kopf nicht mit der Entwicklung um sie herum Schritt halten konnte .. und dann wundern einen noch Winnenden, Erfurt und Ansbach?

Ich hör schon die Rufe: Alles verbieten, alles wegsperren, alles zensieren!

SierraXTC am 08.09.09 um 09:18 Uhr

Erststimme

Multi-/Media

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Wie zu Letzt häufiger habe ich meine Stimme(n) für den kommenden Bundestag schon per Briefwahl abgegeben. Während die Entscheidung für die Zweitstimme in diesem Jahr verhältnismäßig einfach war, hatte ich völlig vergessen, daß es ja noch eine Erststimme gibt. Zumal die Liste der Direktkandidaten in meinem Wahlkreis 146 Hamm/Unna schlichtweg nichts wirklich aus Überzeugung und besten Gewissen wählbares her gibt:

  • Laurenz Meyer (CDU)

Bekannt in den Medien vornehmlich als ehemaliger Generalsekretär und durch die RWE Affäre. Auf den Plakaten wirbt die CDU mit seinem Gesicht für Wirtschaftskompetenz.

  • Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD)

Innenpolitischer Sprecher der SPD mit einem Hang Überwachung zu tolerieren. Berühmt für die Aussage:

was soll denn ein “Computer” sein, was soll “Internet” sein?
Ich habe diese Begriffe noch nie gehört oder gelesen. Ich stamme nämlich aus dem vergangenen Jahrtausend.
DNS, TLD, GAGA, GOGO, TRALAFITTI oder was?

  • Jörg van Essen (FDP)

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Straftaten, die im oder mittels des Internets begangen werden, müssen konsequent verfolgt werden.

  • Alisan Sengül (Die Linke)

Ich muss mich wohl vorab entschuldigen, aber die Linke erscheint für mich persönlich unwählbar.

Dazu kommt noch ein Kandidat einer rechten Partei und ein Kandidat der Grünen. Bei dieser Auswahl hätte ich am liebsten ein großes Kreuz über die Spalte der Erststimme gemacht. Letztlich habe ich mich dann doch hinreissen lassen und meine Stimme abgegeben. Aber auch bei diesem Kreuz hab ich kein gutes Gefühl und ich denke, das wird auch aus der Not geboren das Erste und Letzte mal gewesen sein, daß ein Kandidat dieser Partei meine Stimme bekommen hat. ;)

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