SierraXTC am 10.11.10 um 21:08 Uhr
 Tags: Auto, Herbst, kalt, Regen, seufz, VW, Wetter
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Wer mich kennt, der weiß, dass dies nicht meine Jahreszeit ist. Dem Herbst, und – dank eigener Wohnung – dem Winter kann ich persönlich nicht viel abgewinnen.
Es ist nass. Es ist kalt. Es ist dunkel. Die drei wenig motivierende Eigenschaften der zweiten Jahreshälfte. Man wird wach und es ist dunkel, man geht aus dem Haus und es ist dunkel, den ganzen Tag über wird es im Büro nicht hell und im Zweifel illuminieren ekelhafte Neonröhren die Räumlichkeiten. Fährt man nach Hause, dann ist es: dunkel! |
Im Moment ist das da draußen nichts Halbes und nichts Ganzes: Für’n Herbst noch zu mild, dafür aber reichlich Nässe von oben. Als ich mal jung war, da mochte ich es, wenn es draußen dunkel wurde und wir/ich mit dem Auto unterwegs waren. Überall diese tollen Lichter und so. Ja, grandios .. wenn man heute mit übler Kopp-Pinne aus’m Büro latscht und dann bei dem Wetter über die Bahn nach Hause eiert fragt man sich wirklich, wieso einem sowas mal gefallen konnte.

Grade dieser wunderschöne Sprühfilm, der durch den neuen Asphalt erzeugt wird, ist ziemlich schrecklich. Außer Gischt sieht man mit Mühe noch das ein oder andere verschwommene Bremslicht und das war’s auch. Komisches Zeugs, was die da beim Ausbessern der Bahnen verbauen. Kommt dann noch ‘n Horst mit klasse eingestellten Scheinwerfern (letzter Lichttest 1919) entgegen, der einen kurzzeitig erblinden läßt, hab ich immer mein Späßken.
Nee, ganz ehrlich, das ist nichts für mich. Ihr könnt mich zu Weihnachten und zu Weiberfastnacht nochmal wecken, den Rest der Zeit verschwinde ich dann mal im Winterschlaf. Besonders motivierend ist das da draußen ja allemal nicht. 
SierraXTC am 26.08.10 um 14:34 Uhr
 Tags: Auto, Deutschland, seufz
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Ach, es ist einfach mal wieder an der Zeit sinnlos rumzumosern, von daher: Seit ich mich regelmäßig auf Deutschlands Straßen – besonders deren Autobahnen – herum treiben kann erstaunt mich ein Phänomen immer wieder auf’s Neue: Die Fülle an Autos mit Navigationssystemen.
Keine Frage, solche Geräte sind nützlich, das ist auch weniger das vermeindliche “Ärgernis“. |
Zwar halte ich es für etwas absurd, wenn man sich als Gelegenheits-Reisender solch ein Navigations-System kaufen “muss“, obwohl man damals™ auch mit ‘ner Standard-Straßenkarte ans Ziel kam. Gut, die Dinger sind mittlerweile erschwinglich und nicht mehr nur ein Spielzeug für Technik-Junkies.
Während aber der Dauer-Reisende und Vielfahrer-Geschäftsmann ein integriertes Navigationssystem in seinem Dienstwagen sein Eigen nennt, so kaufen sich viele eben mobile Navigationssystem, welche man mit einfachen Handgriffen im Fahrzeug befestigen kann. Wie erwähnt seh ich den Nutzen nun bei Leuten, die vielleicht ein- oder zweimal im Jahr ein Gebiet befahren, welches ihnen unbekannt ist, nicht so richtig. Kann man ja trotzdem ruhig kaufen.
Ich hab sicherlich auch schon genug Technik-Ramsch völlig unsinnig erstanden, der ebenso zweifelhaften Nutzwert hat. Wo ich aber doch gerne in mein Lenkrad beißen würde, ist, wenn der Azubi, die Friseurin, Omma Inge oder Pendler Klaus ihr mobiles Navi festinstalliert an ihre Windschutzscheibe genagelt haben und es, wann immer es potentiell möglich ist, einsetzen.
So sieht man jeden Tag die gleichen Autos mit aktiviertem Navigationssystem auf der täglich gleichen Strecke z.B. zur Arbeit oder Ausbildungsstelle. Ja gut, es könnte ja über Nacht die Strecke völlig verändert worden sein, so dass man sich gar nicht mehr auskennt und sich auf Anhieb verfahren würde. OK, lassen wir den Sarkasmus beiseite:
Gibt es auf dem Weg zur Arbeit den besonderen Kick, wenn man den Soundbrei aus Frühstücksradio im Auto und der freundlichen Stimme aus dem mobilen Navi ertragen darf? Ich hab ja selber so’n tolles – ins Autoradio integrierte – Navi, aber selbst für meine Extra-/Spaß-Fahrten um einen Stau zu umfahren werf ich die Möhre nicht an. Das würd mir viel zu lange dauern.
Abgesehn davon hinterlassen diese Gummipropfen auch hässliche Ringe auf der Scheibe, die sicherlich nicht kleiner werden, wenn man das Gerät quasi mit der Scheibe zusammen wachsen läßt. Mich würd auch nicht wundern, wenn jemand beim Versuch den Gummipropfen beim Verkauf des Wagens zu lösen, die halbe Frontscheibe zerlegt hätte.
Nee mal ganz ehrlich, ich find sowas einfach nur übertrieben.
SierraXTC am 12.08.10 um 09:19 Uhr
 Tags: Deutschland, Fußball, Länderspiel, seufzGestern gab es anscheinend ein Länderspiel zwischen Dänemark und Deutschland. Und in Höxter ist gestern ein Traktor umgefallen.
Tut mir leid, aber ich spreche dem Spiel jegliche Relevanz ab
SierraXTC am 14.07.10 um 21:48 Uhr
 Tags: Bahn, seufzJa, nochmal …
In den Medien ist nun in den letzten Tagen die Reaktion der Bahn auf das Dilemma mit den ausgefallenen Klimaanlagen kursiert. Schöne Sache: Die Pressestelle spricht nach wie vor von Ausnahmen und davon, das solche Ausfälle nicht vorhersehbar seien.
Ich erinnere mich, das ich mich vor mehreren Wochen mit einer Kollegin unterhalten habe und diese damals™ schon von ausgefallenen Klimaanlagen im ICE zwischen Ruhrgebiet und Berlin berichtete. Nichts Neues also. Aber laut Bahn “Einzelfälle“. Aber, das die Bahn angeblich nichts im Vorfeld davon wußte, kann an dieser Stelle doch irgendwo nicht stimmen.
Von daher verweise ich an dieser Stelle auf einen Blogeintrag, der für mich augenscheinlich logischer, wenngleich auch deutlich polemischer ist, als die Pressemitteilungen der Deutschen Bahn: Von Content-Schiebern, Politikern, Managern und Staatsanwälten
Und mal bitte ganz im Ernst: Man bietet – so kulant wie man ja ist – dem ausgetrockneten Fahrgastvieh doch tatsächlich als Entschädigung Reisegutscheine. Mit was? Ja mit der Bahn natürlich. Was hab ich zu Letzt zum Teil für hämische Vergleiche gelesen: In einem Restaurant wo man sich eine Lebensmittelvergiftung holt würde man ja wohl auch nicht – trotz Gutschein – ein weiteres Mal einen Tisch reservieren.
Nur wird in den gestandenen Medien das Bild nach wie vor relativiert. Alles nicht so schlimm und alles im Griff. Ich habe die Befürchtung, die Menschen, die in diesen Situationen vor Ort waren und die auch regelmäßig im Moment diesen Situationen ausgesetzt sind wissen anderes zu berichten.
SierraXTC am 12.07.10 um 15:37 Uhr
 Tags: Bahn, seufzNein – ich bin, dank Urlaub und Individualverkehr von dem Bahn-Chaos der vergangenen 48 Stunden verschont geblieben. Dennoch verfolge ich mit gewissem Erstaunen die Geschehnisse auf Twitter. Sei es nun die Überhitzung von Fernverkehrszügen durch den Ausfall der Klimaanlage oder die Streckensperrungen auf Grund von Oberleitungsschäden in NRW.
Am meisten erstaunt mich, das es anscheinend viele Bahnfahrer immernoch erstaunt, was sie dort erleben. Ich hörte schon vor mehreren Wochen von defekten Klimaanlagen in ICEs. Die ganze Katastrophe ist nicht neu, sie wird regelmäßig vom Logistiker unseres Vertrauens herauf beschworen. Hilft nur leider niemandem wirklich, das man es weiß. Abhilfe gibt es nicht.
Dem Personal – auch wenn das gerne von Reisenden angegiftet wird – ist nunmal nicht das passende Ventil für den eigenen Frust. Auch wenn diejenigen schon oft falsche Entscheidungen getroffen haben. Aber die Ursachen für dieses Chaos, welches man nicht nur im Winter und im Sommer erlebt, nein auch in Frühjahr und Herbst, werden durch den Bahnvorstand entschieden.
So sind nach wie vor Prestigeprojekte deutlich wichtiger, als das zahlende Massenvieh einigermaßen souverän von A nach B zu bringen. Bahn fahren ist schon verhältnismäßig Teuer, nur werden diese Einnahmen falsch im Unternehmen umverteilt. Mangelhafte Wartung und ein in Teilen zu kleiner Fuhrpark sind das Ergebnis dieser Politik.
Wer meine Tiraden in den vergangenen Jahren verfolgt hat oder einfach mal ein wenig im Netz gesucht hat, wird langsam auch einsehen, das solche Situationen keine Ausnahmen und Einzelfälle sind, wie die Pressestelle der Bahn regelmäßig versucht zu beschwichtigen. Die einzige Rettung ist die Flucht in den Sarkasmus. Anders kann man diesen Zustand nicht in schöner Regelmäßigkeit ertragen.
Leider wird sich aber nichts ändern – wie auch? Weil über Jahre bei der Infrastruktur geschludert und gespart wurde reicht es nunmal nicht aus – selbst wenn Geld von irgendwoher kommen können würde – nun dort rasch zu investieren. Das sind alles nur Tropfen auf den – im Moment besonders – heißen Stein. In dem Unternehmen, insbesondere da, wo es darum geht, Finanzen entsprechend zu verwalten, müsste ein Umdenken stattfinden. Aber das ist in einem “privatisierten Staatskonzern”, der dringend an die Börse möchte, nicht möglich.
Ich hoffe, die bei diesen Temperaturen irgendwo in NRW festsitzenden Reisen kommen trotzdem noch irgendwann und irgendwie an ihr Ziel. Und an alle Pendler: Morgen geht’s wieder von vorne los – wie immer …
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