SierraXTC am 03.02.09 um 07:57 Uhr

Bleeding Edge Junkie

GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke

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Der ein oder andere wird sich nun sicherlich verwundert die Augen reiben, aber bis gestern Abend leistet hier auf diesem Server noch ein Apache HTTPd 1.3 mit PHP 4.schlagmichtod seine durchaus treuen Dienst. Man kennt das ja:

Never change a running system

Aus unerfindlichen Gründen meinte ich aber quasi zwischen Tür und Angel ein Update durchführen zu müssen. Wieder erwarten lief das – auch dank dieser und jener Anleitung – völlig unproblematisch. Noch nicht mal der Apache2 benötigte viel Zuwendung in Bezug auf die Konfiguration.*

So verrichtet nun ein Apache 2.2.3 (latest Version: 2.2.11) mit PHP 5.2.0 (latest Version: 5.2.8) aus dem Debian Stable-Tree ihren Dienst. Ich hoffe, genauso treu, wie die alten Versionen. Wer derzeit noch Fehler findet braucht sie nicht zu behalten, ein kurzer Kommentar hier im Blog wäre sehr nett.

* Nachtrag:
Hach, welch’ Blödsinn. Natürlich bedurfte die Konfiguration noch einiger Zuwendung. Ich bin und bleib dem AddDefaultCharset treu und auch wenn ich beim HTTPd und bei PHP nun schon im 21ten Jahrhundert angekommen bin, so bleibt das DefaultCharset bei mir nach wie vor ISO. Ansonsten wollte die Konfiguration noch ein AllowOverride All haben, damit auch die Permalink-Struktur aufgelöst werden konnte.

Konkret für’s nächste mal dann:

<Directory />
(..)
AllowOverride All
</Directory />
(..)
</Directory /var/www/>
AllowOverride All
(..)
</Directory />

SierraXTC am 17.09.08 um 19:21 Uhr

Es war einmal ..

Technikecke, Windows

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.. ein kleines Programm, was mir über Jahre hinweg – zumindest so weit ich mit Windows™ zu tun hatte – treue Dienste erwies. Dieses kleine Tool bot mir hinreichend Konfigurationsmöglichkeiten und unterstützte alle für mich notwendigen Protokolle. Eine bessere FTP-Software als SmartFTP kannte und kenn ich nicht für Windows™. Zumal ich genau so ein Tool eigentlich auch schon ewig unter Linux suche – und kommt mir nicht mit so’nem Gedönse wie gFTP, Igloo oder wie sie alle heißen.

Mit der Version v3.0.1017.* wurde SmartFTP zur Shareware, vorher konnte man die Software als Privatanwender kostenlos nutzen und damals™, als ich SmartFTP zum ersten Mal benutzt hab, da gab es noch keine Restriktionen. Ich bin jedoch nicht bereit, für eine proprietäre Software, die ich vielleicht fünf- bis sechsmal im Jahr nutze $ 37,- zu bezahlen. :shrug:

Also muß etwas anderes her – am liebsten Free Software, mit möglichst dem gleichen Funktionsumfang. Absolut optimal wäre es, wenn das Tool plattformunabhängig wär. Hat vielleicht jemand ernst gemeinte Vorschläge – und nein, ich kann nicht auf jeden Host, auf den ich zugreifen muß, scp verwenden.

SierraXTC am 07.02.08 um 19:27 Uhr

Fernwartung

Technikecke, Windows

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Vor einigen Tagen bekam ich von einem freundlichen Zeitgenossen einen Tipp für eine Alternative zur üblichen Fernwartung per VNC oder SSH.

Teamviewer erlaubt auf Grund des Windows®-Client lediglich ein Remote-Zugriff von Windows® auf Windows®-Systeme, dafür erfolgt die Kommunikation über den HTTP-Port 80. Dabei wird die Verbindung über einen Teamviewer-Server hergestellt, worüber auch der Datenverkehr läuft. Das hat zur Folge, das man den Betreibern durchaus vertrauen entgegen bringen muß, wenn man mittels dieser Software Fernwartung betreibt. Trotzdem ist Teamviewer interessant, wenn man auf Systeme hinter einem Proxy oder einer Firewall zugreifen möchte. ;)

SierraXTC am 20.11.07 um 05:54 Uhr

wicd – Netzwerk Manager

GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke

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Aus unerfindlichen Gründen habe ich vor einiger Zeit die Suche nach einem vernünftigen Netzwerk-Manager für Linux intensiviert. Der Gnome Network Manager kam dabei für mich nicht in Frage, da ich das Tool für sehr rudimentär erachte. Es sollte schon eine Applikation sein, welche mehrere Netzwerk-Verbindungen/-Profile vernünftig verwalten kann, egal ob W-LAN oder Kabel-LAN. So bin ich dann auf wicd gestoßen.

wicd ist ein Python-Script mit graphischer Oberfläche und Tray-Icon. Das Tool setzt auf dbus auf und überwacht darüber die Netzwerk-Devices. Es zeigt verfügbare W-LANs an, inklusiver der unterstützten Verschlüsselungs-Mechanismen. Dabei kann man sich auch zu versteckten W-LANs über Eingabe einer bekannten SSID verbinden. Für Debian/Ubuntu sind Pakete im Netz und meines Wissens auch in den Repositories zu finden. Leider findet sich in portage noch kein Paket, ein eBuild für Version 1.3.1 kann man aber hier finden.

wicd Dialog

Wie aus dem eBuild ersichtlich, und schon erwähnt, benötigt wicd Dbus, welcher als Daemon auch aktiv sein muß. Dazu benötigt der Netzwerk Manager noch mehrere Python-Pakete, u.a. dev-python/pygtk, dev-python/pygobject, dev-python/pycairo und, was bisher nirgends zu lesen war, scheinbar notwendigerweise auch dev-python/dbus-python, ansonsten spuckt das Tool

ImportError: No module named dbus

beim Start aus. Ein Eintrag in der Autostart-Sektion von KDE startet dann auch direkt das Tray-Tool, womit man bequem Zugriff auf die Konfiguration erhält. Das Tray-Icon beinhaltet auch Information per Tooltip über die aktuelle Verbindung/-squalität. Den Zugriff auf das Tray-Tool erhält man über

/opt/wicd/tray.py

wicd Tray

Irgendwie scheinen sich aber wicd und Knemo nicht miteinander zu vertragen – seit der Installation vom Netzwerk Manager läßt sich der Knemo-Daemon nicht mehr durch KDE starten. :shrug:

SierraXTC am 12.09.07 um 18:12 Uhr

Freiheit bedeutet Krieg

GNU/Linux, Geschwafel

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Das zumindest sind so auf’s Wesentliche zusammen gefaßte Inhalte, die ich aus dem Beitrag auf pro-linux ziehe. Dort wurde ein Interview von Richard M. Stallmann zusammen gefaßt. Und wie so oft kann ich bei dem Fanatismus, den Stallmann an den Tag legt, nur die Hände über’m Kopf zusammen schlagen.

(..) Die Freiheit der Software und die Unmöglichkeit, diese Freiheit wieder zu verlieren, ist für ihn weiterhin das zentrale Anliegen. Für dieses Ziel dürfen keine Kompromisse eingegangen werden, selbst wenn dies bedeutet, weniger Benutzer zu erreichen.

Das heißt für mich, die FSF sucht Entwickler, die Software entwickeln für Leute, die sie nicht einsetzen werden? So schön der Hintergedanke hinter freier Software auch ist, so gänzlich verfehlt die Politik, die mit dieser Software betrieben werden soll schlicht die Praxis. Was bringt ein Kampf für freie Software, wenn freie Software nur ein Nischenprodukt bleibt? :gruebel:

(..) Linux ist nach Stallmans Auffassung kein Betriebssystem, sondern nur der Kernel eines freien Betriebssystems, das zumindest anfänglich bis auf den Kernel vollständig von GNU kam. Es sollte daher GNU/Linux genannt werden. (..)

Dieser Aspekt wird von Stallmann auch immer wieder auf’s Neue aufgewärmt. Ich weiß wirklich nicht, ob’s an dieser extremen Sichtweise von Stallmann liegt, daß er auch 16 Jahre danach noch auf der Thematik herum reitet, oder ob’s vielleicht doch der Neid ist – die Mißgunst, das ein kleiner Student in kürzerer Zeit das geschafft hat, was die FSF innerhalb von 20 Jahren nicht auf die Kette bekommen hat: ‘n Kernel der auch funktioniert.

Wer seine Freiheit nicht verlieren will, solle Torvalds lieber nicht folgen.

Markige Worte. Wenn man bedenkt, daß für Stallmann auch nur freie Software dem Anwender Freiheit gibt. Wenn ich dies an mir selber fest mache, dann habe ich für mich eigentlich mehr Freiheiten, wenn ich mehr Alternativen habe. Alternativen, geschweige denn überhaupt Lösungen, kann mir der Pool an freier Software alleine auch nicht in allen Bereichen bieten. Entweder ich lasse mich also Einschränken und verliere dafür im Sinne von Stallmann meine Freiheit nicht, oder ich bin völlig frei in der Nutzung, aber habe im Sinne von Stallmann keine Freiheit. Ich entscheide mich da doch eher für letzteres …

Der Kampf für freie Software ist in gewisser Weise auch ein Krieg gegen Microsoft (..)

Kampf .. Krieg – es geht hier um politische Grabenkämpfe, die Stallmann auf dem Rücken von Entwicklern und Anwendern austrägt. Wer vom Krieg gegen Microsoft spricht und generell jede nicht freie Software ablehnt, betrachtet die Situation viel zu radikal. Sicherlich braucht es die Initive der FSF und einen Messiahs, der vorran schreitet. Aber um seine Ziele vielleicht verwirklichen zu können sollte man wohl nicht zwingend mit dieser Engstirnigkeit vorran schreiten. Damit läuft man oft genug vor die Wand.

Ob die freie Software-Bewegung diesen Krieg gewinnen kann, hängt davon ab, ob sich die Anwender die Einschränkungen proprietärer Software weiterhin bieten lassen. So fragt Stallman die Leser: »Werden Sie für Ihre Freiheit kämpfen? Werden Sie Windows und Mac OS X und andere unfreie Software ablehnen und zu GNU/Linux wechseln? Oder sind Sie zu faul, um sich zu widersetzen?«

*hm* dann bin ich wohl faul – ich würd es zwar eher pragmatisch nennen, aber sowas scheint nicht ins Weltbild von Stallmann zu passen: Anwender, die mit ihrem Arbeitsgerät auch Ergebnisse erzielen wollen, bzw Entwickler, die mit ihrer Software Anwendern Möglichkeiten bieten könnten, ihre gewünschten Ergebnisse überhaupt erzielen zu können. Für mich ist das einfach völlig an der Praxis und Realität vorbei, was Stallmann seit Jahren in Bezug auf freie Software propagiert.

Ich hab kein Anschauungsobjekt vor mir stehen, was ich lediglich stolz betrachten kann, nur weil dort nur freie Software installiert wurde, sondern ich möchte mit dem Computer und der Software etwas erreichen. Surfen, programmieren, Dokumente verfassen, Musik hören, was auch immer. Zunächst gibt es nicht für alle Anwendungsbereiche freie Lösungen und zum anderen möchte ich auch Lösungen, die mir entgegen kommen. Deswegen benutze ich Linux GNU/Linux, weil es für mich funktioniert und mir die passenden Werkzeuge bietet, die ich woanders möglicherweise nicht bekomme. Natürlich seh ich auch den Vorteil von freier Software unter sinnvollen Lizenzen und kann den durchaus auch unterstützen. Aber nur, weil mir beispielsweise Opera den Code meines Browsers nicht zur Verfügung stellt, kann ich trotzdem noch Nachts gut schlafen.

Und wenn irgendwann ein Software-Projekt einen Browser unter der GPLv3 veröffentlicht, welcher mich mehr anspricht als Opera, dann benutz ich eben den – und find’s positiv, daß es freie Software ist und dort Programmierer zu unserer gemeinsamen Freiheit ein Stück beigetragen haben. Aber deswegen führe ich keinen Krieg, nur weil ich meinen Rechner benutzen möchte. wirr

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