SierraXTC am 27.09.11 um 21:11 Uhr

Unterwegs (I)

Geschwafel, Photos

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Seit dem ich ein eigenes Auto habe schwebt mir eigentlich vor, sich einfach mal in den Wagen zu setzen und eine Tagestour oder einen Ausflug zu machen. Aber wie das so ist: Man nimmt es sich vor – aber letzten Endes kommt man doch nicht in die Hufe, da es schon irgendwie blöde ist allein loszufahren. Also braucht es einen Anstoss – dieser kam dann vergangenen Sonntag von meiner Familie. Da das Wetter ja fantastisch war wollten meine Großeltern zur Oberweser fahren.

Nun gut – grundsätzlich klingt das nicht nach Party, Spaß und Erlebnisreise – aber darum geht’s mir auch nicht. In erster Linie war das eine Auffrischung von Kindeheits-/Jugenderlebnissen. Das Weserbergland war für meine Familie immer ein beliebtes Urlaubs- und Ausfluggebiet seitdem man mit einem Wohnwagen unterwegs war. Man hatte einen angenehmen Camping-Platz in der Region gefunden, der in wenigen Stunden von Hamm aus zu erreichbar ist.

So wurde damals der Wohnwagen angespannt, meist wurden dann die Oster- oder Herbsferien komplett dort verbracht und der Wohnwagen wurde stehen gelassen um später noch an den Wochenenden zur Oberweser zu fahren und ein paar angenehme Tage zu verbringen. Man wanderte, ging im Dorfschwimmbad schwimmen, holte morgens vom Dorfbäcker Brötchen und erkundete die umliegenden Sehenswürdigkeiten. Die Gemeinde Oberweser erreicht man in gut 1 ½ Stunden. Quasi ein Katzensprung, wo man auch mal für einen Tag runter fahren kann.

Sababurg Reinhardtswald

Der erste Halt am Sonntag führte uns dann zu einem Märchenschloss – bzw. dem, was davon noch steht: Der Sababurg. Eine Burgruine im Reinhardswald – betitelt nach dem Grimm-Märchen “Dornröschen“. Ein – wie man feststellen konnte – durch den angrenzenden Tierpark nach wie vor beliebtes Ausflugsziel. Etwas schade, dass momentan die Gemäuer restauriert werden und so kein Rundgang um die Schlossruine möglich war.

Durch diese “Unzugänglichkeit” des Gesamtkomplexes wird man sicherlich nochmal dahin fahren. An und für sich recht schön da – wenn man gut zu Fuß ist. Mit dem angrenzenden Tierpark ist es doch ein sehr weitläufiges Gelände. So dass wir – in Rücksicht auf meinen nunmehr doch in die Jahre gekommenen Großeltern – uns auf die Burgruine beschränkt haben. Man kann zwar sagen: Das “Übliche“, es steht eben das Grimm-Märchen im Mittelpunkt. So gibt es zu diesem Thema Theater-Vorführungen und geführte Rundgänge durch die Schlossruine.

Oberweser Oedelsheim

Im Anschluss sind wir von dort aus weiter in die Gemeinde Oberweser – ins Dorf Oedelsheim gefahren. Ein höchst verschlafenes Nest, was durchaus stark vom Tourismus lebt – gut mag man nicht verstehen, aber es profitierte auch vom Konzept von: “Unser Dorf soll schöner werden“. Dort war auch besagter Camping-Platz, den wir in meiner Jugendzeit immer angefahren sind. Im Prinzip haben wir da kaum “Erinnerungen” aufgefrischt, sondern lediglich unseren Appetit gestillt.

Im Hotel Kronenhof wurde dann zu Mittag gespeißt. Eigentlich nicht unbedingt mein Favorit aus der Hand voll Dorfrestaurants vor Ort, da mir das Ambiente nicht besonders zusagt. Aber im großen und ganzen war es OK. Das Essen war gut – jetzt nichts herausragendes, aber schon lecker. Nur man sollte ein gut gefülltes Portemonnaie mitbringen. ;)

Hannoversch Münden

Von dort aus sind wir an der weniger stark befahrenen rechten Uferstraße der Weser entlang südlich nach Hannoversch Münden. Dort entlang zu fahren ist doch etwas interessanter als über die gegenüberliegenden B80, da man näher an der Weser entlang fährt und auch durch die doch recht schick hergemachten Dörfer fährt.

Ich selber war – trotz diverser Aufenthalte dort – noch nie in Hannoversch Münden und war dann doch über den Kern der intakten Altstadt überrascht. Dort finden sich enge Gassen mit recht gut erhaltenen Fachwerkhäuser. Jedoch hab ich mich aus Rücksicht auf meine Familie da auch nicht besonders lange aufgehalten und hab so nur ein paar Gassen gesehn und Teile der Stadtmauer mit den Wehrtürmen begutachtet.

Hannoversch Münden

Natürlich war ein obligatorischer Abstecher zum Weserstein auch mit inbegriffen. Ist zwar eine Art Muss, aber naja, einmal sehen reicht im Leben wohl allemal. Ich denke, da kann man mehr Zeit in Hannoversch Münden selbst verbringen. Zumal dort an dem Tag dank des Wetters auch der Papst boxte. Ich glaube wir sind drei oder viermal um den recht großen Parkplatz gekreist, ehe wir überhaupt eine Lücke zum parken gefunden haben. Als ob die Leute alle kein Zuhause haben.

Der Tag wurde dann in Grifte – einem Nest bei Edermüde nur unweit von Kassel entfernt ausklingen gelassen. Meine Großeltern kennen da noch Bekannte, die unglaublicherweise der Traumstadt Hamm den Rücken gekehrt haben und sich dort niedergelassen haben. Dadurch hat die Tour sich dann auch auf fast 10 Stunden und etwas über 400km Autofahrt hingezogen. Danach ist man doch schon geplättet, auch wenn das Autofahren noch das Entspannteste des Tages war.

Es war in jedem Fall mal wieder schön, aus’m Haus gekommen zu sein, bißchen was anderes, wenn auch Bekanntes gesehn zu haben und ‘n schönen Nachmittag verbracht zu haben. Nun bin ich gespannt, wann ich endlich die Schlösser-Tour durch’s Münsterland angehe, aber vor kommendem Frühjahr wird das wohl eh wieder nichts.

SierraXTC am 16.08.11 um 21:22 Uhr

Ein perfekter Tagesabschluss

Geschwafel

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Man kommt von der Maloche nach Hause, schnürrt als erstes mal seine Laufschuhe und dreht ‘ne Runde um den Kanal. Kurz, aber knackig – nur soll das ausnahmsweise mal nicht das Thema sein. Gut, nach dem Sport noch eben die Wäsche machen. Neue Maschine anstellen, trockene Wäsche abhängen und eben bügeln. Ist ja schnell gemacht.

Soweit ist ja noch alles in Butter. Während ich also schön bei mir in der Butze steh und meine Hemden bügel, da geht hier auf einmal die Funzel aus. Wie getz? Watt is’ denn nu’ schon wieder los? Wer sich – haha, Wortwitz – dunkel erinnert weiß, dass ich vor geraumer Zeit schon mal Probleme mit der Elektrik hier in der Wohnung hatte. Hm, und nu? Naja, schauen wir mal, bei welcher Sicherung der FI fliegt. Ui, Waschmaschine im Keller. Unschön..

Naja, bißchen rumgetüddelt und siehe da, ‘n anderer Stromabnehmer an der Steckdose macht keine Mucken. Befürchtung ist also, dass das meine Waschmaschine den Geist aufgegeben hat. Erstmal den Vorbesitzer – also Muttern – anrufen, die ja auch grade schick im Urlaub weilt. Watt is’ zu tun? Wie bekomm ich denn das feuchte Gut aus der Trommel? Und vor allem, wie bekomm ich das Wasser aus dem Dingen? Is’ ja nicht so, dass ich mich mit sowas großartig beschäftige, wenn die Maschine ordnungsgemäß ihren Dienst verrichtet.

War auch alles keine Herausforderung für mich Genie und ‘ne Ausweichmöglichkeit meine Wäsche zu waschen hab ich ja auch. Großeltern und Muttern sei dank. Für mich gehört eine Waschmaschine wohl schon zu den wichtigsten Geräten im Haushalt, deswegen war ich auch echt glücklich, dass ich damals die Maschine für umme abgestaubt hab. Nur meint Muttern, dass das gute Stück auch schon locker über 20 Jährchen auf den Buckel hat und rät mir daher davon ab, noch Schotter in die Reparatur zu stecken. Äh ja, ich hab’s ja auch so dicke, dass ich mir mal eben ‘ne Waschmaschine kaufen könnte.

Fall’s wer ‘n guten Tipp hat bzgl. des Erstehens von Waschmaschinen, immer her damit!

Naja gut – Shit happens … aber haste Scheiße am Schuhe, haste Scheiße am Schuh, woll. Den Rest hat mir dann mein W-LAN Router gegeben. Stromausfall, gut und schön. Sowas kann der ab. Ist ja nicht zum ersten mal passiert. Aber warum fuppt hier nun auf einmal das W-LAN nicht mehr? Gut, das ist Tüddelkram mit dem ich mich wohl etwas besser auskenn, also kurz auf Fehlersuche gegangen und siehe da, die DD-WRT-Firmware hat ‘n feinen Reset hingelegt. 8-O

Muss ich nicht wirklich verstehen. Die größte Herausforderung war, irgendwie herauszufinden, wie denn die Standard-Einstellungen vom DD-WRT sind. Da kann so ein Smartphone durchaus hilfreich sein. Aber hier mal eben den W-LAN Router per LAN konfigurieren ist auch nicht bei mir seitdem mein Laptop – schon seit Jahren – den Dienst am RJ45-Anschluss verweigert. Könnte ja auch zu einfach sein. Da ich gewisse Kartons seit meinem Umzug immernoch nicht ausgepackt habe hieß das zunächst mal in den alten verborgenen Schätzen nach meinen langen LAN-Kabeln kramen. Immerhin tauchte dann auch eins auch und der Router lies sich vom Mac aus administrieren.

Naja, als Fazit kann ich dann mitnehmen, dass ich ‘n vermutliche kaputtes, schweres Dingen im Keller stehen hab, was ersetzt werden sollte und das Altgerät entsorgt werden darf. Mein W-LAN rennt wieder wie die Wutz und ich hab den Kaffee auf. Wobei, wer mich und meine äußerst ausgeglichene Art kennt, der darf durchaus verwundert sein, dass mich dieses Malheur heute nicht sonderlich echauffiert hat. Immerhin hatte ich mir ja auch sämtlichen vorherigen Frust schon abgelaufen. :D

SierraXTC am 10.06.11 um 19:38 Uhr

Pimp myself (V)

Geschwafel

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Rounding First by StarrGazr

image by StarrGazr under CC BY-NC-ND

Freitag, der 10. Juni 2011, gerade hat es in Hamm mal wieder einen der kürzeren Regenschauer gegeben, die es in den letzten Tagen öfter mal zwischendurch gibt. Langsam zeigt sich auch wieder die Sonne durch die dunkle Wolkendecke. Zeit, die Laufschuhe zu schnüren.

Der eigentliche Plan sagt was von 30 Minuten Gehen .. ja nee, dem bin ich eh um diverse Einheiten voraus und ich möchte schon Laufen. Gut, schauen wir mal, was nach meinem Rhytmus die nächste Einheit wäre: 4 x 6 Minuten Laufen plus 2 Minuten Ruhephase. Ähm, ich bin gestern 18 und 14 Minuten gelaufen. So zum Ende hin versteh ich den Plan nicht wirklich. Naja, schauen wir mal…

Runkeeper Activity 42

Also hab ich mal das Coaching in der Runkeeper App deaktiviert. Lauf ich einfach mal, mal sehen wie weit die Luft reicht. Natürlich hab ich schon mit dem Gedanken gespielt heute schon das anvisierte Ziel zu erreichen, aber man weiß ja nie: Scheiß Lauf-Rhytmus in den ersten Minuten, zu hohes Tempo oder was weiß ich und schwupps ist das zarte Pflänzchen “Kondition” auch schon wieder im Bobbes.

Die Intervalle, welche ich diese Woche hatte waren 20/10 und 18/14, bei Erstem blieb mir dank des zu hohen Tempos ordentlich die Luft weg, bei der gestrigen Einheit hingegen hab ich mich geradezu geschont. Noch etwas langsamer und ich wäre vermutlich rückwärts gelaufen.

Hab ich vor einigen Tagen noch fröhlich getönt, dass die ‘Standard-Runde‘ um den Kanal zu kurz geworden wäre, so betrifft das dummerweise wohl nur die Aktivitäten in denen ich zwischendrin auch mal in Ruhe Luft hole. Jedenfalls kann ich voller Stolz und Freude nun verkünden, dass meine Kondition gereicht hat und ich vorhin mein Ziel von ½ Stunde am Stück zu Laufen erreicht habe. :thumbsup:

11 Wochen, 42 Aktivitäten und etwa 245 Kilometer hat es bei mir also gedauert mich Fitness-mäßig wieder einigermaßen auf Vordermann zu bringen. Nur was würd es bringen, wenn man nicht weiterhin am Ball bleibt? Von daher hoffe ich mal, dass ich nicht in ein ominöses Motivationsloch falle – immerhin gibt es noch genug verbliebene Ziele. Dennoch ist als nächste Aktivität (wenn das Wetter mitspielt) für Sonntag wieder ‘ne Radtour geplant .. sollte es Regnen gehe ich wohl eher Laufen.

Ziel
image found @ koerb.de

Auf, das nächste Ziel zu erreichen: Vielleicht bekomm ich ja in Zukunft noch etwas mehr Tempo in die Bewegung um dann auch mal rund 5,5km in einer ½ Stunde plus X zu schaffen. (Das ‘X’ darf ruhig ein kleines ‘x’ sein).

SierraXTC am 02.06.11 um 08:59 Uhr

Pimp myself (IV)

Geschwafel

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Runkepper Profil-Info Stand 01.06.2011

Ich verfolge in der Tat immernoch durchaus hochmotiviert die fixe Idee Sport zu treiben.

An dieser Stelle könnte auch der Beitrag schon beendet sein, aber wenn ich schon einmal am quatschen bin, dann kann ich ja nur schwerlich aufhören. Also kann ich auch ‘n bißchen über die zurück liegenden Wochen berichten.

Richtig von “Sport” möchte ich dabei noch nicht reden – das ist eher das Ziel.

Das anvisierte Ziel ist – bekannterweise – ½ Stunde am Stück zu Laufen, ohne dabei zusammen zu brechen oder dem Puls geschuldete Ruhephasen einzulegen. Dieses Ziel könnte ich, zumindest laut dem ominösen Trainigsplan in Bälde erreichen. Dennoch möchte ich mich jetzt schon dazu hinreissen lassen, das Gehampel – also die Lauf-Intervalle mit kurzen Ruhephasen pro Einheit – durchaus als Sport zu bezeichnen.

Blick auf die Adenaueralle am Datteln-Hamm Kanal in Hamm

Sicher, tempomäßig reisse ich nun auch noch keine Bäume aus und gewisserweise betrachte ich selbst meine Leistung noch etwas kritisch, aber immerhin schaffe ich mittlerweile Laufstrecken, bei denen ich vor einigen Wochen anderen nur den Vogel gezeigt und gesagt hätte: “Ihr könnt mich mal.;)

Immerhin geht es ja schlicht darum, etwas einigermaßen sinnvolles mit seiner Freizeit anzufangen und nebenbei hat es den Effekt, das es sogar Spaß macht. Gut, wenn man dann irgendwann unterwegs ist denkt man sich auch nur, wie jetzt, wo ist das denn das Spaß? Entweder ist es einfach nur das gute Gefühl, wenn man wieder einigermaßen seine Knochen bewegen kann, oder das Laufen um den frühsommerlich begrünten Kanal führt tatsächlich zu Spaß.

Lauftipps.ch Anfänger Trainingsplan

Statistisch ausgedrückt habe ich etwa Mitte April auch den Lauf-Anteil gegenüber den Ruhephasen bereits übertroffen. Generell hab ich die ruhigen Einheiten auch eher schleifen lassen, da ich mich fitter als erwartet gefühlt hab, wodurch ich im Moment dem Trainigsplan von lauftipps.ch um Rund ½ Wochen voraus bin. Radfahren ist zwar eine nette Alternative, aber um den gefühlten Effekt von knapp 30 Minuten Laufen zu erhalten müsste ich vermutlich mehr als 30 Kilometer rund um Hamm fahren.

Ich war vor wenigen Wochen schon glücklich, das ich innerhalb der Zeit die volle Runde um den Kanal schon abgeschlossen habe. Immerhin: Selbst diese Strecke von knapp 4km reicht mittlerweile nicht mehr aus. Ich rechne derzeit bei der endgültigen Ziel-Erreichung von ca. 4,3km bis 4,5km. Schon mal etwas, nur bin ich augenblicklich motiviert genug um zu sagen, dass da noch mehr drin sitzt (mit entsprechender Übung).

Runkeeper - Standard Runde um den Datteln-Hamm Kanal

Den werten Radlern hier sei noch gesagt: Respekt, was so einige auf die Kette bringen. Einen Schnitt von 20km/h zu erreichen und zu halten find ich zurzeit doch recht intensiv. Auch hier: Übung und passendes Material voraus gesetzt (da besteht Optimierungsbedarf) erleichtert es sicher das Radfahren. ;)

Aktuell habe ich noch neun Einheiten vor mir. Durch die zuletzt gemachten Erfahrungen, das auch eher mäßiges Wetter mich nicht abschreckt und ich nach wie vor die Motivation habe verbleiben ich optimistisch, dass ich das mir selbst gesteckte Ziel auch erreichen werde. Weitere Ambitionen sind nicht ausgeschlossen. Der derzeitige Rythmus von 3-4 Runden pro Woche kommt mir ganz gelegen, ich nutze das bisher überwiegend gute Wetter gut aus und – auch auf die Gefahr mich zu wiederholen – es macht Laune. :thumbsup:

Blick auf die Adenaueralle am Datteln-Hamm Kanal in Hamm

SierraXTC am 12.04.11 um 20:13 Uhr

Pimp myself (III)

Geschwafel

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Step I

Der ein oder andere mag in der ominösen Welt der Kurznachrichten darüber gestolpert sein, dass hin und wieder eine Nachricht mit dem Inhalt “irgendwas Step irgendwas” in meinem Profil erscheint.

Was hat es also damit auf sich? Zumal obige Nachricht auch schon knapp 3 Wochen zurück liegt. Ein Zeitsprung zurück in den Spätsommer 2010:

(..) Ich hab da wieder was dummes im Kopf, und bei mir will sowas ja sorgfältig durchdacht sein. In diesem Sinne erwarte ich einen Sieg des Verstands, denn dann war der Spaziergang immerhin nicht ganz umsonst (..)

Quelle: babytux.de

Ob das alles so gut durchdacht war nun sei mal dahin gestellt, Fakt ist: Im Winter siegte definitiv die warme Wohnung gegenüber anderen Aktivitäten. Mittlerweile sieht das anders aus und – jau, kein Scherz – ich find gerade Sonnenschein ungemein klasse. Entsprechend einfacher kann man die rasende Wildsau “innerer Schweinehund” überlisten.

Grade weil es bei mir schon ‘ne halbe Ewigkeit her ist, das ich überhaupt in irgendeiner Form etwas “sportives” unternommen habe ist es in der Tat erwähnenswert, dass ich mal meinen Hintern hochbekommen habe und mich etwas bewege. Richtig von “Sport” möchte ich dabei noch nicht reden – das ist eher das Ziel. Jedenfalls hab ich mich etwas umgeschaut, mich mit einigen Bekannten kurzgeschlossen und im Netz gesurft und lauftipps.ch gefunden.

Just do it
ehemaliger Nike-Slogan

  • Motivation

Wie kommt’s also, dass ich gerade jetzt den Geistesblitz erlangt habe, etwas “tun” zu müssen?
Alles in allem hab ich ewig nix gemacht – und wenn man bei mir noch von “Kondition” sprechen möchte, dann ist die eher unterirdisch. Partielles Rauchen, Genußmittel und nicht abgeneigt gegenüber der schnellen, nicht besonders kalorienarmen Küche zu sein hinterlässt nunmal spuren. Aber wer nun meint, dass ich irgendwelchem Körperwahn verfallen würde: Weit gefehlt! Ich würd mich sicher über einen positiven Nebeneffekt freuen, aber dafür ist wohl etwas mehr nötig als ‘n bißchen frische Luft schnappen. Nein, Antrieb ist schlicht und einfach Frust. In diesem Sinne kann ich meinem aktuellen Arbeitgeber zumindest dafür dankbar sein meinen inneren Schweinhund zunächst im Zaum halten zu können.

  • Ziel

Wenn ich also nun in meinen Augen noch kein Sport betreibe, und das Ziel auch nicht sein soll, dass ich mit x-kg weniger durch die Gegend laufen möchte, was zur Hölle soll das Gehampel dann bezwecken?
Schlicht und ergreifend ist das erste Ziel erstmal 30 Minuten am Stück zu laufen. Denn ich hab ja bei null gestartet. Also dem null, wo man schon nach ‘ner Treppe am japsen ist. Wenn ich nun irgendwann im Sommer – zumindest bin ich da optimistisch, dass ich es auch weiter verfolge – das Ziel erreicht haben sollte, dann dürfte ich auch ansatzweise wieder “Fit genug” sein und das Gehampel auch als Sport bezeichnen.

Laufplan
  • Der Weg

Wie erwähnt hab ich mich auf lauftipps.ch durchgeclickt und zunächst mal ein wenig gelesen. Worauf sollte man vielleicht achten, immerhin – zur Erinnerung – sind meine Knochen so ziemlich keine Belastung mehr gewohnt. Letztlich bin dabei dann über deren Trainigsplänge gestolpert. Die beginnen auch nicht direkt mit dem Laufen, gute Sache für mich.

Also hab ich mir zumindest ein paar Laufschuhe geordert und mich innerlich damit auseinander gesetzt etwa drei mal pro Woche mich zu bewegen. Dabei hab ich dann entsprechend diese Trainigspläne auf meine auserkorenen Tage abgestimmt, an denen ich gedacht habe, frische Luft zu schnuppern. So hängt ein individueller Plan nun mahnend am Kühlschrank.

Wie man auf dem Bild schon sieht – der Plan ist dabei für mich eher eine Orientierung, als das ich mich da nun strikt dran halte. Reines Gehen – oder neudeutsch Walken – find ich dann nämlich auch nicht so prall, so dass ich eben schon vor einigen Tagen versucht habe, mal mein Gewicht ein paar Minuten am Stück in Wallung zu bringen, also das, was man gemeinhin wohl als Laufen bezeichnet. Ebenso überlege ich, die regelmäßigen Ruhephasen – etwa alle 4 Einheiten einmal 30 Minuten Gehen – auch mal durch Fahrrad fahren zu ersetzen. Wie gesagt, Gehen ist nicht sonderlich spannend – und es geht mir primär darum überhaupt etwas zu machen.

Step X

  • Zwischenfazit

Auch wenn mir im Moment noch so einige Knochen saumäßig weh tun, weil ich’s eben nicht gewohnt bin, so muss ich durchaus gestehen, dass man sich am Ende von einer Runde durchaus richtig gut fühlt. Kaputt, aber .. ähm .. ja, schon irgendwie “glücklich“.

Die Tatsache, dass ich nun ohne Ausnahme bisher regelmäßig die Schuhe binde und meine Kreise um den Kanal drehe, sogar schon öfter unterwegs war, als ich mir eigentlich vorgenommen habe, bestärkt mich in der Annahme, dass mich Ehrgeiz gepackt hat und ich dieses neu gewonnen “Hobby” mit der notwendigen Konsequenz weiter verfolgen werde. Von daher bin ich zuversichtlich, hier vielleicht irgendwann mal von dem Erfolg berichten zu können, dass ich mein erstes Ziel erreicht habe. :)

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