Offenes Scheunentor
GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke
Tags: Debian, Linux, vServerNun hab ich den ganzen Sonntag Nachmittag über meinem Mailserver gesessen und dabei einige eklatante Probleme zumindest beseitigen können. Netterweise hat mich Tormentor drauf hingewiesen, daß mein postfix eine ziemliche Spam-Schleuder sein könnte – der SMTPd war offenen wie ein Scheunentor. Wie das passieren konnte ist mir dabei aber etwas unklar, immerhin war er eigentlich mit SASL2 abgedichtet. 
So richtig gefunden hab ich den Fehler letztlich auch nicht – zumindest tendiere ich dazu es nicht zu verstehen. Im Prinzip habe ich nach einem Haufen HowTos lediglich zwei Einträge in der /etc/postfix/main.cf ergänzt:
smtpd_sasl_path = smtpd
smtpd_recipient_restrictions = permit_sasl_authenticated, permit_mynetworks, permit_mx_backup, reject_unauth_destination, check_relay_domains
Letzterer Eintrag war schon soweit vorhanden, jedoch wurd er um die letzten drei Optionen nur noch ergänzt. Jedenfalls verwirft postfix nun Mails von Usern, die sich nicht per erfolgreichem Abgleich mit der SASLDB am Server angemeldet haben.
Danach stand das Zusammenspiel zwischen AMaViS und postfix an. Auch da hab ich an der Konfiguration letzten Endes nicht viel verändert. Im Prinzip habe ich den AMaViS-Daemon nur auf die IP des vServers hören lassen. Nun jagt postfix eingehende Mails auch durch AMaVis, aber irgendwie ist da noch ein Port zu viel nach Außen offen.
Zu guter Letzt hab ich mich noch an einigen serverseitigen Sortierungen via procmail versucht, was soweit immerhin auch bisher erfolgreich erscheint. Nun müßte man wohl nur noch diese ominösen Bayes-Filter von AMaViS trainieren, wenn ich das System dahin zumindest richtig verstanden hab.
Mailserver sind und bleiben für mich einfach ein Buch mit sieben Siegeln. Das neben mir liegenden “Postfix-Buch” aus dem Open Source Press-Verlag ist ja immerhin auch vom Schwierigkeitsgrad des Themas her für “Gurus” (es gibt noch Novice und Wizard) eingestuft.


