
Tags:
Gentoo,
Netzwerk,
W-LANEs fehlte also nur noch, den W-LAN USB-Stick von D-Link auch unter Linux in Betrieb zu nehmen. Für die aktuellen Revisionen des DWL-G122 gibt es von RaLink auch Linux-Treiber. Dabei ist wohl mittlerweile drauf zu achten, daß man auch die richtigen Pakete für den “RaLink RT73“-Chipsatz erwischt.
Grundsätzlich lassen sich die nativen Treiber auch super übersetzen – wenn man denn auch mal im Kernel (2.6.x) die WLAN-Unterstützung aktiviert.
Device Drivers
-> Network Device Setup
---> Wireless LAN (non-hamradio)
[*] Wireless LAN drivers (non-hamradio) & Wireless Extensions
[*] Wireless Extension API over RtNetLink
Nachdem das dann auch soweit alles klappte bin ich weiterhin nach dieser Anleitung für Ubuntu Linux vorgegangen. Wenn man noch etwas im Netz sucht, dann findet man auch eine deutschsprachige Anleitung. Mit fehlte noch das Tool dos2unix um ein Config-File zu konvertieren, wenngleich ich derzeit meine, daß es bei mir unter Gentoo gar nicht nötig ist den /etc/Wireless/RA73STA-Ordner anzulegen.
Um den USB-Stick unter Gentoo zu konfigurieren und das Netzwerk in Betrieb nehmen zu können benötigt man ein Start-Script in /etc/init.d welches den Namen net.rausb0 tragen sollte. Sollte ich die diversen HowTos und Anleitungen richtig verstanden haben greift das net.rausb0-Script in /etc/init.d auf die Konfigurations-Datei /etc/conf.d/wireless zu.
Nachdem ich mehrfach erfolglos versucht hab’ das Init-Script zu starten ..
# /etc/init.d/net.rausb0 start
* Starting rausb0
* Configuring wireless network for rausb0
Error for wireless request "Set Mode" (8B06) :
SET failed on device rausb0 ; Network is down.
* rausb0 does not support setting the mode to "managed"
* WEP key is not set for "your_essid" - not connecting
* Couldn't associate with any access points on rausb0
* Failed to configure wireless for rausb0 [ !! ]
.. bin ich über einen Thread im Gentoo-Forum gestolpert, der quasi die Konfiguration von /etc/conf.d/wireless beschreibt. Paßt man dies nun der eigenen WLAN-Konfiguration an, benötige ich scheinbar folgendes Config-File:
config_rausb0=( "192.168.0.X netmask 255.255.255.0 broadcast
192.168.0.255" )
essid_rausb0="your_essid"
iwconfig_your_essid=(
"channel XX"
"mode managed"
)
iwpriv_your_essid=(
"set AuthMode=WPAPSK"
"set EncrypType=AES"
"set WPAPSK=your_wpa_sharedkey"
)
routes_rausb0=( "default via 192.168.0.1" )
Mit dieser Konfiguration ließ sich dann auch das Init-Script starten und ich konnte mich zum ersten mal erfolgreich per W-LAN unter Gentoo mit dem W-LAN Router verbinden.
Das – wohl – positive Ergebnis läßt sich mit dem iwconfig-Tool aus net-wireless/wireless-tool abfragen:
# iwconfig rausb0
rausb0 RT73 WLAN ESSID:"your_essid"
Mode:Managed Frequency=2.462 GHz Access Point: XX:XX:XX:
XX:XX:XX
Bit Rate=54 Mb/s
RTS thr:off Fragment thr=65534 B
Encryption key:XXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXX
-XXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXX
Link Quality=97/100 Signal level:-42 dBm Noise level:-79
dBm
Rx invalid nwid:0 Rx invalid crypt:0 Rx invalid frag:0
Tx excessive retries:0 Invalid misc:0 Missed beacon:0
Wer nun den W-LAN Stick beim Bootvorgang automatisch in Betrieb nehmen möchte braucht dann lediglich das rt73-Modul laden und per rc-update add net.rausb0 default das Init-Script dem Default-Runlevel zuweisen. Wenngleich es scheinbar auch reicht den USB-Stick mit dem Rechner verbunden zu haben. Irgendein Plug&Play-Daemon aktiviert beim Bootvorgang schon das Device. Dies erspar ich mir dann doch für’s erste, da ja noch immer ein LAN-Kabel an eth0 klemmt, welches auch vorzüglich funktioniert.
Wer z.B. Tools sucht, die den Status der W-LAN-Verbindung abfragen, dem dürfte damit geholfen sein in die /etc/make.conf das USE-Flag wifi aufzunehmen und eventuell kde-base/kdenetwork zu re-emergen. Dort findet man für KDE dann auch den KwifiManager. Etwas rustikaler tut’s net-wireless/wavemon per TUI/ncurses auch auf der Konsole.
